Themen Fachtagung 07. November 2023

Dr. med. Simon Feldhaus

Depression – eine integrative Betrachtung

 

Psychische Erkrankungen und vor allem Depressionen zeigen eine zunehmende Häufigkeit, gerade in den letzten 3 Jahren gab es eine deutliche Zunahme der Inzidenzen. Dies auch zunehmend im jüngeren Alter, hier in Zusammenhang mit Stress und allgemeiner Panik in der Gesellschaft.

In der schulmedizinischen Psychiatrie besteht die Basistherapie in Psychotherapie und Gabe von mindestens einem Antidepressivum. Doch dieses Vorgehen entspricht nicht dem Denken der Integrativen Medizin und im Sinne einer Integrativen Psychiatrie gilt es die Depression als vernetztes Krankheitsgeschehen zu betrachten.

Diese integrative Psychiatrie beinhaltet die Anwendung von Phytotherapie, Mikrobiologischer Therapie (Darm-Hirn-Achse), Orthomolekularer Medizin und weiteren regulationsmedizinischen Ansätzen.
Durch meine Arbeit als beratender Arzt für Komplementärmedizin bei der PDGR (Anmerkung: Psychiatrische Dienste Graubünden) haben wir viele Jahre herausragende Erfahrungen gemacht.
Dieser Vortrag stellt die Herangehensweise sowie diagnostische und therapeutische Ansätze der integrativen Psychiatrie im Bereich Depression ins Zentrum.

Carmen Kaiser und Dr. phil. Annette Kindlimann

«Ich bin leer – und will mehr»

 

Was können wir diesem Patienten anbieten? Wie gehen wir mit seiner leidvollen, frustrierenden Leere um?

Depressives Erleben erschwert Beziehungen, auch die therapeutischen. Elemente der psychosozialen Beratung nach Carl Rogers wirken entlastend. Sie ermöglichen uns, selbst dann in Kontakt zu bleiben, wenn Patient:innen nichts mehr oder nur noch Negatives spüren.

Dank dieser Beziehung können wir ein gemeinsames Verständnis der Krise entwickeln und daraus passende Interventionen ableiten. Dazu gehört für uns auch der Austausch mit Angehörigen. Manchmal benötigen sie ebenfalls Entlastung, eine Beratung oder eine Therapie.

Mit psychosozialer Beratung ergänzen und unterstützen wir komplementärmedizinische Angebote. Im Referat stellen wir diesen Ansatz vor und illustrieren unser Vorgehen mit Fallbeispielen.

Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen.

Dr. med. Andres Bircher-Benner

Depression, epigenetische und frühkindliche Ursachen, Diätetik und Ordnungstherapie

 

Dr. Bircher erklärt die Ursachen einer schweren Depression durch epigenetische Vererbung und aus der ganz frühen Kindheit, sowie spätere Ursachen. Er erklärt die Bedeutung einer antidepressiven Diät für die Heilung der Depression, die Bedeutung der Darm-Hirnachse, typische Veränderungen im Mikrobiom depressiver Menschen, welche die Krankheit unterhalten und die Heilung verhindern, so lange man diese nicht wirksam angeht und er erklärt Nahrungsmittel und Naturheilmittel deren antidepressive Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Dr. med. Volker Schmiedel

Depression ist eine Entzündung! – Wie wir mit Vitamin D und Omega-3 die Stimmung bessern können.

 

Bisher hat Dr. Schmiedel bei keinem Patienten mit Depression gute Werte bei Vitamin D und den Fettsäuren gesehen. Depression hängt auch mit Entzündungen zusammen. Der Vortrag verrät, warum das auch einen evolutionären Nutzen hat – und warum es dem modernen Depressionspatienten kaum gelingt, der Depressionsfalle zu entgehen, wenn beide Nährstoffe nicht optimiert werden.

Die wichtigsten Grundlagen, die optimalen Laborwerte und alle entscheidenden praktischen Tipps werden in diesem Referat anschaulich und stimmungsaufhellend vermittelt!

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